Grüne Jugend NRW

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vegetarisch Durchstarten - Gute Gründe

 

Weitere Inhalte: Transport / Schlachtung / Für´s Klima - gegen globale Erwärmung: / 1) Energieerzeugung für den Produktionsprozess / 2) Verdauung und Ausscheidung der Tiere / 3) Abholzung / Für die Menschen - gegen den Welthunger: / Für die Menschen - gegen Zivilisationskrankheiten / Für die Umwelt - gegen ihre Zerstörung

Für die Tiere - gegen Leid und Angst

Die Massentierhaltung der modernen Landwirtschaft hat nur das Ziel, eine maximale Menge an Fleisch so schnell wie möglich, so bilig wie möglich zu produzieren. Tiere aber streben nach Leben, Freiheit und von Leid, nach Platz und geeignetem Raum, um ihre artspezifischen Bedürfnisse auszuleben.

Aufzucht

In den beengten Verhältnissen einer Intensivmast ist dies unmöglich. Verhaltensstörungen und Krankheiten sind die Folge.

Zudem stehen z.B. Schweine auf Spaltenböden, wodurch Missbildungen an den Hufen entstehen. Da sie während ihres gesamten Lebens auf ihren eigenen Exkrementen stehen, erleiden ihre hochsensiblen Atemwege durch die Ammoniakdämpfe häufig Schäden. Neben den durch die Konstruktion dieser engen Mastanlagen einkalkulierten und vorhersehbaren Einschränkungen natürlichen Verhaltens sind zudem zahlreiche weitere Missstände durch Vernachlässigung dokumentiert, die keine Einzelfälle darstellen.

Transport

Der Transport erfolgt häufig über lange Strecken, auf denen weder ausreichend für Flüssigkeit noch Platz gesorgt ist, sodass Ausfallsquoten durch Schlaganfälle oder Erstickung zur Kalkulation gehören. nach oben

Schlachtung

Die Praxis der mechanisierten Massenschlachtung schließt ein (dis)stressfreies Sterben aus. Betäubungen werden häufig durch ungeschultes Personal gesetzt und greifen nicht. Schmerzen und Todesängste stehen vor dem Ende eines traurigen Lebens. nach oben

Für´s Klima - gegen die globale Erwärmung

1) Energieerzeugung für den Produktionsprozess

Mehr als 1/3 der fossilen Brennstoffe werden für die Aufzucht von Tieren und den menschlichen verzehr verbraucht. So wird außerordentlich viel CO2 in die Atmosphäre entlassen. Konkret heißt das: Einmal Hamburger essen oder 32 km mit einem Kleinwagen fahren nach oben

2) Verdauung und Ausscheidung der Tiere

Die riesigen Mengen tierischer Exkremente enthalten Gase, die noch wesentlich klimaschädlicher sind als CO2: So verursacht die Tierwirtschaft z.B. 37% des weltweiten Methanausstoßes (23x klimaschädlicher als CO2), und 65% des weltweiten Ausstoßes an Stickoxiden (265x klimaschädlicher als CO2). nach oben

3) Abholzung

Auch die Abholzung der Regenwälder z.B. durch Brandrodung, um Weideflächen zu schaffen, bedeutet einen enormen CO2-Ausstoß.

Im offiziell bestätigten Bericht der Welternährungsorganisation der UN (FAO), trägt die Viehwirtschaft insgesamt mit 18% aller Emissionen mehr als der Verkehr zum Klimawandel bei. Die deutsche Viehwirtschaft hat mit 11% auch in der Bundesrepublik einen überdimensionalen Anteil am Klimawandel. nach oben

Für die Menschen - gegen den Welthunger

Fleischessen verbraucht wesentlich mehr Nahrungsressourcen (Getreide, Soja usw.), Wasser und Land, als eine vegetarische Ernährung. Warum?

- Weil es mehr Energie kostet, z.B. Getreide und Soja an Tiere zu verfüttern, als dieses direkt zu essen: Tiere setzen nur 10% der energie des Futters als essbares Fleisch an. Es werden 90% der Futterenergie verschwendet. Konkret heißt das: für 1 kg Fleisch werden bis zu 10 kg Getreide benötigt.

- Weil diese großen Getreidemengen und der Flüssigkeitsbedarf der Tiere selbst zu einem hohen Verbrauch von Wasser führen: - 12mal mehr als ein Vegetarier mit 1400 l / Tag. Konkret heißt das: Auf ein kg Rindfleisch zu verzichten bringt mehr (Wassersparen), als das ganze Jahr lang nicht zu duschen.

- Weil viel Getreide, viel Wasser und große Mastbetriebe viel mehr Land als nötig verbrauchen: Ein Fleischesser braucht für seine Ernährung 13200qm Land, ein Vegetarier 1000qm. Würde all das kultivierbare Land auf der Erde gleichmäßig aufgeteilt werden, erhielte jeder Mensch 2700qm - mehr als genug, damit jeder vegetarisch satt wird, nicht ansatzweise genug, um Fleisch zu essen. Konkret heißt das: 2/3 der Getreideproduktion in Europa werden an Tiere verfüttert.

Einer der Gründe, warum 840 Millionen Menschen hungern - sie verlieren den Konkurrenzkampf, um Getreide gegen die wachsende Zahl von Fleischessern.

Globaler Hunger ist die Folge. Außerdem verelenden ganze Regionen in Entwicklungsländern: Die Äcker werden nicht für den Nahrungsbedarf der einheimischen Bevölkerung, sondern für den Export an die Fleischproduktion in Industrieländern genutzt. nach oben

Für die Menschen - gegen Zivilisationskrankheiten

Fleisch enthält viel Cholesterin, viele schädliche gesättigte Fettsäuren, kaum Ballaststoffe und Ansammlungen von Pestiziden, Chemikalien und Hormonen, die bis zu 14mal konzentrierter als in pflanzlichen Lebensmitteln sind.

Eine ausgewogene vegetarische Ernährung liefert genug Proteine und Eisen, reichlich Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate, die hochwertig und gut verfügbar sind.

Fleischesser leiden häufiger an Fettleibigkeit und Impotenz. Sie haben ein signifikant höheres Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko, sowie ein höheres Risiko für Blinddarmentzündungen, Osteoporose, Arthritis und Diabetes.

Vegetarier hingegen haben generell weniger Probleme mit Übergewicht. Studien der Universität Gießen, des Krebsforschungsinstitutes Heidelberg und des Bundes-Gesundheitsamtes belegen nahezu übereinstimmend, dass bei Vegetariern die geringste Krankheitsanfälligkeit, das normalste Körpergewicht, die besten Labor- sowie die günstigsten Blutdruckwerte gefunden wurden, und dass trotz bedeutend längerer Lebenserwartung eine signifikant geringere Krebshäufigkeit besteht. nach oben

Für die Umwelt - gegen ihre Zerstörung

Weil Fleischessen so ineffizient ist, wird aus den Äckern das Letzte herausgeholt:

Es werden allein in der Bundesrepublik jährlich bis zu 1000 kg Nitrat pro Hektar eingesetzt. Dieses und andere ´Nährsalze´ sickern zu einem großen Teil ins Grundwasser, das in ländlichen Regionen häufig schon verseucht ist.

Noch weitaus schlimmer als diese Dünger sind die im großen Stil versprühten Pflanzengifte - = Pestizide. Auch sie sickern ins Grundwasser und werden so von Mensch und Tier in teilweise großen Mengen aufgenommen.

Viel Fleisch bedeutet viele Tiere, heißt viel Gülle - ein flüssiges Gemisch aus Harn und Kot. Sie enthält ebenfalls Giftstoffe wie Stickstoff und Phosphor und verschmutzt auf den Feldern das Grundwasser. Die Ammoniakgase der Gülle schädigen nachweislich und massiv Wälder. Auch die an Tiere verfütterten Hormone gelangen durch Ausscheidung in die Umwelt, stören das biologische Gleichgewicht und die Gesundheit von Mensch und Tier.

Der erwähnte hohe Verbrauch von Land, Wasser, Energie bedeutet nicht nur hungernde Menschen, weil nicht genug da ist, sondern auch eine zerstörte Umwelt, weil das Maximum rausgeholt und massenhaft trinkwasser verschwendet wird.

Viel Platz muß geschaffen werden - hierfür werden 325.000 qkm Regenwald jedes Jahr vernichtet, um auf dem Boden Tiere für den Verzehr zu züchten. Das entspricht der Fläche von mehr als 45 Millionen Fußballfeldern. konkret heißt das: Für einen Hamburger aus Regenwaldfleisch werden 5qm Regenwald zerstört und auch damit Tiere getötet und ihres Lebensraums beraubt. nach oben

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